Mathematik
Der Mathematikunterricht stellt sich die
Aufgabe, einen bedeutsamen Beitrag
zur Allgemeinbildung der Hauptschüler zu
leisten. Er schafft die Grundlage für die Bewältigung mathematischer Aufgaben in
Alltag, Arbeits- und Berufswelt sowie in weiteren Bildungsgängen.
Dabei orientiert er sich an der mathematischen
Wissenschaft, den Anforderungen einer von Technik und Information geprägten
Gesellschaft sowie den Interessen, Bedürfnissen und dem Lern- und
Leistungspotenzial der Hauptschüler.
Die Schüler werden befähigt, Fragestellungen und
Probleme des Alltagslebens mit mathematischen Mitteln zu erfassen, zu
durchdringen und zu lösen, sie stoßen aber auch auf Grenzen der
Mathematisierbarkeit von Alltagsphänomenen.
Beim Lösen arithmetischer, algebraischer und
geometrischer Aufgaben sollen die Schüler rechnerisches Geschick, Flexibilität
und problemlösendes Denken entwickeln sowie ihr räumliches Vorstellungsvermögen
entfalten.
Der Unterricht soll zur Selbstständigkeit
ermuntern, den Einfallsreichtum fördern und Freude am mathematischen Tun wecken.
Der Mathematikunterricht in der Hauptschule
bevorzugt das induktive Vorgehen. Er geht von Problemen aus der Alltagswelt der
Schüler oder von anregenden mathematischen Fragestellungen aus. Durch das
Verwenden von Zahlenbeispielen aus dem Erfahrungsbereich der Schüler wird das
Zahlenverständnis gestärkt und der Bezug zwischen Mathematik und Lebenswelt
verdeutlicht.
Versuche, Rechen- und Lösungswege zu variieren,
sollen den Schülern das
Durchdringen und selbstständige Bearbeiten von
Aufgaben erleichtern.
Modellgebundenes Handeln, konkreter Umgang mit
Lernmaterialien und variative Anschauung müssen sich eng mit
sprachlich-symbolischer (verbaler und schriftlicher) Beschreibung und
Formulierung verbinden. Die wechselseitige Verknüpfung dieser Darstellungsebenen
führt zum Aufbau abstrakter Begriffe und allgemeiner Erkenntnisse.
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