Arbeit-Wirtschaft-Technik
Das Unterrichtsfach
Arbeit-Wirtschaft-Technik und die Fächer Werken/Textiles Gestalten,
Gewerblich-technischer Bereich, Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich,
Kommunikationstechnischer Bereich und Buchführung bilden in der Stundentafel für
die Hauptschule das Lernfeld Arbeit-Wirtschaft-Technik.
Das Fach
Arbeit-Wirtschaft-Technik hat darin die Funktion eines Leitfaches. Es
wirkt mit theoretischen und praktischen Inhalten und Lernzielen in die Fächer
der berufsbezogenen Praxis und im fächerübergreifenden Sinn auch in die übrigen
Fächer hinein.
Das Fach
Arbeit-Wirtschaft-Technik beginnt in Jahrgangsstufe 5 und knüpft an
Themenbereiche der Grundschule an. Zentrale Themen des Faches in den
Jahrgangsstufen 5 und 6 sind den Bereichen Arbeit, Konsum, Haushalt und Technik
zuzuordnen. Dabei werden die Schüler besonders in Arbeitstechniken wie
Beobachten, Befragen, Beschreiben, Auswerten und Erkunden geschult. Der Blick
auf den eigenen Lebensbereich wird geschärft und inhaltlich kontinuierlich
weitergeführt.
Bildungsziel des Faches
Arbeit-Wirtschaft-Technik ist es, sie auf jene von Arbeit geprägten Bereiche
vorzubereiten, in denen sie in Zukunft als Erwerbstätige, als Produzenten von
Gütern und Dienstleistungen, als Verbraucher und Wirtschaftsbürger leben werden.
Die Schüler sollen ein grundlegendes Verständnis in den Bereichen Wirtschaft,
Technik, Beruf, Haushalt und Recht erwerben und die Arbeit als Grundphänomen
menschlichen Daseins begreifen.
Berufsorientierung
Ein wichtiges Anliegen
ist es, die Schüler so anzuleiten, dass sie einen Erstberuf auswählen, der zu
ihnen passt und den sie ausfüllen können. Sie sollen den Wert einer
qualifizierten Berufsausbildung erkennen und einsehen, wie sehr es in allen
Berufen neben fachlichem Können auch auf soziale und personale Kompetenzen
ankommt.
Der Berufswahlprozess
vollzieht sich im größeren Rahmen der eigenen Lebensplanung. Die Schüler sollen
dabei auch lernen, wie sie ihre persönlichen und kulturellen Lebenssituationen
realistisch in diesen Prozess einbeziehen können.
Im AWT-Unterricht sollen
sie auf Perspektiven für ihre zukünftige berufliche Entwicklung und die
Notwendigkeit der Weiterbildung und der beruflichen Mobilität aufmerksam gemacht
werden.
Auf ihre künftige Rolle
als Lohn- oder Gehaltsempfänger, als selbstständige Gewerbetreibende, als
erwerbstätige Steuerzahler, als Empfänger staatlicher Leistungen, als Betroffene
von Wirtschaftspolitik und als Beteiligte an wirtschaftspolitischen Meinungs-
und Entscheidungsprozessen werden sie vorbereitet, indem sie mit den jeweiligen
Rechten, Pflichten und Möglichkeiten der Einflussnahme bekannt gemacht werden.
Insgesamt sollen sie eine Vorstellung von der Verflochtenheit der verschiedenen
Bereiche bekommen.
Die Schüler lernen
technische Prozesse und Verfahren kennen und mit technischen Objekten umzugehen.
Sie setzen sich mit Technikanwendung und Technikfolgen in der Arbeitswelt
auseinander und gewinnen so einen Einblick in Strukturen und Funktionen, sowie
Bedingungen und Folgen von Technik. Sie werden auf die Anforderungen heutiger
Technik im privaten und beruflichen Bereich vorbereitet.
Betriebserkundungen
Dazu tragen Erkundungen
in verschiedenen Wirtschaftsbereichen und unterschiedlichen Betrieben im
heimatlichen Wirtschaftsraum bei. Die Erkundungen orientieren sich nicht nur an
der klassischen Einteilung in volkswirtschaftliche Bereiche, sondern auch an der
Verbrauchererziehung (Jahrgangsstufe 7) und den betrieblichen
Organisationsbereichen Beschaffung, Produktion, Absatz, Personal und
Finanzierung (Jahrgangsstufen 8, 9).
Betriebspraktikum
Neben den
Betriebserkundungen sollen vor allem die Betriebspraktika die Schüler bei ihrer
Berufswahl unterstützen. An verschiedenen Arbeitsplätzen können sie die
Anforderungen einzelner Berufe praxisnah kennen lernen, ihre eigenen Fähigkeiten
und Neigungen einschätzen und praktisch erproben und schließlich Konsequenzen
für die eigene Berufswahl ableiten. Zum ersten Mal können sie den betrieblichen
Alltag erleben und erfahren, was es heißt, beruflich tätig zu sein.
Das Betriebspraktikum ist
eine schulische Pflichtveranstaltung. Es umfasst Aspekte der Orientierung, der
Analyse und der Erprobung.
Auch Messen und
Ausstellungen, die Berufsschule, überbetriebliche Unterweisungsstätten der
Kammern und verschiedene Einrichtungen der Berufsberatung stellen weitere
außerschulische Lernorte dar, an denen Schüler in wirklichkeitsnahen Situationen
handeln und lernen können.
Kooperation und
Absprache, Projektarbeit, Schülerfirma
Darüber hinaus fördern im
Unterricht Fallbeispiele und -studien, Rollen- und Planspiele das interaktive
und entscheidungsorientierte Lernen. Konkrete Lebenswirklichkeit erfahren die
Schüler auch, wenn sie außerschulische Experten (z.B. Berufsberater, Ausbilder,
Wirtschaftsfachleute) befragen.
Der Bildungs- und
Erziehungsauftrag des Faches kann am besten erfüllt werden, wenn ausgewählte
Lerninhalte in Kooperation mit anderen Fächern, vor allem den Fächern
Werken/Textiles Gestalten, Gewerblich-technischer Bereich,
Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich, Kommunikationstechnischer Bereich und
Buchführung erarbeitet werden.
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