Doktor-Eisenbarth-Schule Oberviechtach

  Unser Fächerangebot in der Grundschule

Heimat- und Sachunterricht

Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule umfasst die Aufgabe, Kindern die Welt, in der sie leben, d. h. die natürlichen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten und die sie umgebende Sachwelt zu erschließen. Das Fach Heimat- und Sachunterricht möchte die Schüler befähigen, ihrer Entwicklung gemäß Ausschnitte ihrer Lebenswirklichkeit zunehmend differenziert wahrzunehmen, zu begreifen und begrifflich zu fassen, sie in

wichtigen Zusammenhängen gedanklich zu durchdringen, zu deuten und zu werten. Dies trägt dazu bei, dass die Schüler ein besseres Verständnis von sich in ihrer Welt entwickeln, der Unterricht also identitäts- und persönlichkeitsbildend wirkt.

 

Das gelingt vor allem dann, wenn Heimat- und Sachunterricht den Schülern Interessengebiete eröffnet. Durch zunehmend objektivierende sowie fachliche Sichtweisen können die Schüler mehr und mehr an dieser Lebenswirklichkeit teilhaben und jetzt und später an deren Gestaltung verantwortlich mitwirken. Bezugspunkte des Heimat- und Sachunterrichts sind somit das Kind, die Welt, die es umgibt, gesellschaftliche Anforderungen

und eine wissenschaftsnahe Sachlichkeit.

 

Das Fach Heimat- und Sachunterricht in der Grundschule strebt eine Ausgewogenheit von Kind- und Sachorientierung an: Einerseits ist der Unterricht kindorientiert, indem er den Entwicklungsstand der Schüler, ihre

spezifischen Lebens- und Lernformen, Themenaspekte aus ihrer Lebenswirklichkeit, emotionale sowie motivationale Dimensionen wie Mitfühlen, Staunen, Erkunden wollen und Fragelust berücksichtigt und auf Erleben, Erfahren und Handeln hin ausgerichtet ist. Dabei ist dem kindlichen Verständnis durch angemessene Elementarisierung der Inhalte Rechnung zu tragen.

 

Andererseits ist der Unterricht sachorientiert, indem Inhalte in ihren Strukturen aufgezeigt werden, methodisch sachgemäß vorgegangen wird, erste fachliche Bezüge hergestellt und entsprechende Arbeitsweisen vermittelt werden. Die Verbindung von Kind- und Sachorientierung zeigt sich vor allem in altersgemäßen Lehr- und Lernmethoden, die vom anschaulichen zum formalen Denken führen und zunehmend das Verstehen abstrakterer Zusammenhänge anstreben.