Religionslehre (römisch-katholisch und evangelisch)
Die Kinder kommen mit unterschiedlichen
religiösen Erfahrungen und Vorstellungen in die Grundschule, sie sind geprägt
vom Kindergarten und vor allem vom Elternhaus, jedes Kind bringt aber
grundsätzlich das Interesse an Religion und Glaube mit.
Alle Ziele und Inhalte des Religionsunterrichts
in der Grundschule werden in drei Lernbereiche eingeteilt:
1.
Lebensfragen und biblische Botschaft:
Die Kinder werden angeregt sich den Sinnfragen
des Lebens zu stellen (Woher komme ich?, Warum bin ich da....? ) , sie lernen
Gott als den kennen, der alle Menschen liebt, trägt und begleitet. Diese
Botschaft des Angenommenseins soll die Kinder darin bestärken, die Würde jedes
einzelnen Menschen zu erkennen, Selbstvertrauen zu gewinnen und sich
verständnisvoll und fair zu verhalten.
Biblische Geschichten laden die Kinder ein sich
mit den Personen zu identifizieren und so Handlungsmodelle für ihr eigenes Leben
zu entwickeln. (z.B. Josefs Geschichte 2.Kl, siehe Foto)
2.
Ausdrucksformen des Glaubens und kirchliches Leben:
Die Schüler lernen hier den Sinn der
christlichen Feste verstehen und finden sich so immer mehr zurecht in der Kultur
unseres christlich geprägten Landes. Grundgebete (z.B. Beten des Vater unser mit
Gesten 1.Kl, siehe Foto) und Lieder werden eingeübt, Zeichen und Symbole des
Glaubens erklärt.
3.
Leben in religiös-kultureller Vielfalt und Maßstäbe ethischen Handelns
Toleranz und Offenheit anderen Religionen
gegenüber wird hier genauso eingeübt, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit
der Natur. Das Gewissen der Kinder wird gebildet, christliche Werte wie
Versöhnung, Gerechtigkeit, Frieden, Nächstenliebe ... können ihnen wirkliche
Lebenshilfe bieten
Konfessionelle Ausrichtung:
In den Klassen 1. und 2. weisen die Lehrpläne
der beiden christlichen Konfessionen große Gemeinsamkeiten auf, hier werden die
Grundlagen christlichen Glaubens gelegt (Person Jesu, Vater unser, Weihnachten,
Ostern ...).
Erst ab der 3. Klasse werden die Kinder auf
unterschiedliche konfessionelle Perspektiven aufmerksam, was aber keine
trennende, sondern vielmehr eine bereichernde Erfahrung sein kann. Hier sei auch
hingewiesen auf die wichtige Zusammenarbeit der Schule mit der evangelischen und
katholischen Pfarrgemeinde vor Ort (z.B. Erstkommunionvorbereitung).
Unterrichtsgestaltung:
Die Kinder sollen mit Kopf, Herz und Hand
gleichermaßen lernen. Meditative, spielerische und kreative Elemente wechseln
sich ab. Auch bietet es sich an, den Lernort „Schule“ zu verlassen, um in der
Natur, dem Gotteshaus, bei einem Bittgang.... religiöse Erfahrungen zu sammeln. |