Deutsch
Der Sprache kommt eine fundamentale Bedeutung für
die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung sowie für die
Handlungsfähigkeit der Schüler zu. Aufgabe des Deutschunterrichts in der
Grundschule ist es, den Schülern eine grundlegende sprachliche Bildung zu
vermitteln, damit sie gegenwärtige und künftige Lebenssituationen gut bewältigen
können. Die unterschiedlichen sprachlichen, sozialen und kulturellen
Voraussetzungen der Schüler werden aufgegriffen und sind Ausgangspunkt des
sprachlichen Unterrichts.
In lebensnahen und entwicklungsgemäßen
Situationen sollen die Schüler die Fähigkeit entwickeln, Sprache
situationsangemessen, sachgemäß, partnerbezogen und zielgerichtet zu gebrauchen.
Sie gewinnen erste Einsichten in Sprachstrukturen, erfahren die ästhetische
Dimension der Sprache und erkennen Zusammenhänge des sprachlichen Handelns. So
lernen sie, Sprache bewusst und schöpferisch zu gebrauchen.
In allen Bereichen des Deutschunterrichts sollen
die Schüler ihre sprachliche Kreativität einbringen und weiterentwickeln. Beim
spielerischen Umgang mit Sprache wie auch beim Erproben verschiedener
sprachlicher Darstellungsmöglichkeiten sollen sie ein Gespür bekommen für die
Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei erfahren sie Freude an eigenen
Gestaltungsversuchen und lernen zunehmend, die Sprache norm- und
situationsgerecht zu verwenden.
Die Fähigkeit aller Kinder, sich in der
Standardsprache richtig zu verständigen, ist ein wichtiges Ziel der Grundschule.
Da Mundart und Umgangssprache für die Identität vieler Schüler einen besonderen
Wert haben und spezifische Kommunikationsmöglichkeiten bieten, kommt ihnen auch
in der Schule Bedeutung zu.
Der Deutschunterricht leistet bei der
Auseinandersetzung mit Druck-, Hör- und Bildmedien sowie elektronischen Medien
einen besonderen Beitrag zur Medienerziehung. Die Schüler sollen lernen, Medien
für sich sinnvoll zu
nutzen, aber auch kritisch mit ihnen umzugehen.
Das Fach Deutsch ist in Lernbereiche gegliedert,
die aufeinander bezogen und im Unterricht sachgerecht zu verknüpfen sind. Die
spezifischen Aufgaben und Arbeitsweisen dürfen dabei nicht vernachlässigt
werden. Der vorschulische Spracherwerb des Kindes bildet die Grundlage für den
Schriftspracherwerb. Darauf baut fließend der erweiterte und bewusste Umgang mit
Sprache auf, abhängig von den unterschiedlichen Voraussetzungen des Kindes. |