Comenius Projekt
Doktor-Eisenbarth-Schule hat seit 1. August drei Partner
Jahrbuch als erstes
Comenius-Projekt
Wenn es um interkulturellen Austausch geht,
dann wird dabei auch die Doktor-Eisenbarth-Schule nicht fehlen. Seit dem 1.
August dieses Jahres ist es amtlich: Die Oberviechacher Einrichtung ist
Comenius-Schule und damit Partner der Hauptschule Peilstein (Österreich) der
Zakladni Skola Pobezovice (Tschechien) und der Mittelschule Sterzing (Italien).
Erstes Projekt: ein Jahrbuch mit Kochrezepten und Liedern.
Die Europäische Union hat 2000 das
Aktionsprogramm „Sokrates Phase II“ für den Bildungsbereich aufgelegt, damit
Schulen über Ländergrenzen hinweg an gemeinsamen ausgewählten Projektthemen
arbeiten können. Zur Organisation der Projekte treten Lehrkräfte aus
Oberviechtach als Vermittler und Multiplikatoren über das Sokrates-Teilprogramm
Comenius (Schulpartnerschaften) mit drei europäischen Partnerschulen in Kontakt.
Konferenz im Oktober
Die vielen persönlichen Begegnungen bei Arbeitstreffen und Konferenzen werden
wesentlich zum Verständnis für die Ausbildungssituation in den drei beteiligten
Ländern Österreich, Südtirol (Italien) und Tschechien beitragen. Ein Höhepunkt
der Zusammenarbeit wird mit Sicherheit für einige Teilnehmer das erste geplante
gemeinsame Comenius-Treffen in Tschechien im Oktober 2008 sein.
Oberstes Ziel bleibt es, möglichst viele
Klassen für diese europäische Projektarbeit zu gewinnen - mit einer klassen- und
fächerverbindend hohen Beteiligung von Schülern. Comenius-Projekte werden daher
künftig ein fester Bestandteil des Schulprogramms der Doktor-Eisenbarth-Schule
sein. Mit dem 1. August ist die Doktor-Eisenbarth-Schule nicht nur eine
europäische Comenius-Schule, mit diesem Datum beginnt auch die
Schulpartnerschaft mit Österreich, Tschechien und Italien. Die Partnerschaft
läuft zunächst über zwei Jahre, in denen die Schulen projektbezogen am
gemeinsamen Thema „Grenzen überwinden - Kultur bewahren“ arbeiten; sie kann
anschließend mit weiteren EU-Projekten jeweils um zwei Jahre verlängert werden.
«
Die Partnerschaft soll dazu führen, dass die
Schülerinnen und Schüler Neugier, Offenheit und Verständnis für andere
europäische Länder entwickeln.»
Rudolf Teplitzky,
Rektor Doktor-Eisenbarth-Schule Oberviechtach
„Analyse mit allen
Sinnen“
Die Schüler der vier europäischen Partnerschulen beleuchten das Thema „Kultur“
von verschiedenen Seiten. Sie beschäftigen sich intensiv mit der Planung und
Herstellung eines Jahrbuchs mit regionaltypischen Kochrezepten, Liedern und
literarischen Texten in deutscher, italienischer und tschechischer Sprache.
Dabei geht es um die Bedeutung des Brauchtums als kulturhistorisches Element und
eine „Analyse mit allen Sinnen“.
Die Schüler erarbeiten Gemeinsames und
Trennendes, tauschen Ideen für Experimente aus und machen sich Gedanken über
einen bewussten Umgang mit dem Brauchtum. Über den Austausch der Arbeiten stehen
die Schulen und die Schüler in regelmäßigem Kontakt. Der gegenseitige Besuch der
verantwortlichen Lehrkräfte soll die Partnerschaft vertiefen.
Die Partnerschaft zu den drei europäischen Schulen soll dazu führen, dass die
Oberviechtacher Schülerinnen und Schüler Neugier, Offenheit und Verständnis für
andere europäische Länder entwickeln. Schließlich arbeitet man an gemeinsamen
Themen auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Die Schüler lernen,
räumliche Trennung durch Kommunikation zu überwinden und das Zusammenleben in
Europa aktiv zu gestaltet. Die Förderung des Fremdsprachenerwerbs (Englisch,
Italienisch, Tschechisch) spielt hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle.
Das umzusetzen liegt nun bei den Partnerschulen in der Hand der Schuldirektoren
Walter Pfleger (Hauptschule Peilstein), Alena Dvorakova (Zakladni Skola
Pobezovice) und Dr. Elisabeth Scheiber-Salzburger (Mittelschule Sterzing).
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